Corona bei Tönnies

Mehr als 1300 Schlachthofbeschäftigte sind mit dem Coronavirus infiziert. Die Situation bei Tönnies zeigt wie im Brennglas aktuelle Probleme auf: miserable Bedingungen für Mensch und Tier im System der Massentierhaltung und -schlachtungen.

„Wir Geseker Grünen wollen eine Landwirtschaft, die sich an der Gesundheit der Menschen und dem Schutz unserer Umwelt ausrichtet. Wir wollen aus der industriellen Massentierhaltung aussteigen und die industrielle Landwirtschaft umbauen.“ erklärt Co-Vorsitzender Andreas Beckmann und weiter: „Die katastrophalen Arbeits- und Unterkunftsbedingungen in der Fleischindustrie sind schon seit Jahren bekannt!“.

Wir Grünen fordern:

  1. Raus aus der industriellen Massentierhaltung
    Wir wollen die industrielle Massentierhaltung in den nächsten 20 Jahren beenden. Schärfere Gesetze sollen für eine artgerechte Tierhaltung sorgen. Tiere sollen mehr Platz, Auslauf, Licht und Beschäftigung bekommen.
  2. Mehr Geld für Grüne Landwirtschaft
    Wir wollen die Fördergelder für die Landwirtschaft umschichten. Öffentliches Geld nur noch für gesellschaftliche Leistungen. Statt agrarindustriellen Fleischfabriken wollen wir eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft ohne Ackergifte, Tierleid und Gentechnik fördern.
  3. Lebensmittel für die Verbraucherinnen und Verbraucher besser kennzeichnen
    Wir fordern die Kennzeichnung tierischer Produkte (Fleisch, Wurst, Milch, Käse) so, dass die Bürgerinnen und Bürger wissen, was sie kaufen: klar und verlässlich – so wie es bei Eiern schon erfolgreich ist. Künftig muss auf der Verpackung gut sichtbar sein, wo und wie die Tiere gehalten wurden.
  4. Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Schlachtbranche
    Arbeits- und Gesundheitsschutz darf nicht dem Profitinteresse untergeordnet werden. Um die Arbeitsbedingungen schnell zu verbessern, braucht es höhere Mindeststandards für den Arbeitsplatz und die Unterbringung. Eine Generalunternehmerhaftung für den Arbeitsschutz, Verbot von Werkverträgen und konsequente Kontrollen müssen sicherstellen, dass die unhaltbaren Zustände in den Schlachtfabriken ein Ende haben.

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren

Verwandte Artikel